New Year – New Me: Was Qualitätsmanagement mit Neujahrsvorsätze zu tun hat?

Jetzt, zum Jahreswechsel denken wieder viele Menschen über ihre Lebensweise nach und nehmen sich, wie auch die Jahre zuvor, vor etwas zu verändern. Sei es mehr Sport zu machen, weniger zu rauchen, weniger Alkohol zu trinken oder sich gesünder zu ernähren, … Die Liste der möglichen Neujahrsvorsätze ist nicht enden wollend. Einige der Vorsätze werden schon in den nächsten Tagen gebrochen und einige halten vielleicht bis zur Jahresmitte. Natürlich kommt es immer wieder mal vor, dass ein Neujahrsvorsatz wirklich durchgezogen wird, aber das ist eher die Seltenheit. Einer Studie 2015 in Österreich zufolge halten 18 Prozent der Befragten ihre Vorsätze ganze 4 Wochen ein und 11 Prozent schaffen es die Vorsätze dauerhaft in ihrer Lebensweise umzusetzen.

Die Frage ist doch die: Wie wichtig ist mir etwas, wenn ich einen Stichtag brauche um damit zu beginnen, weil ich es davor noch mache und wahrscheinlich auch noch Freude daran habe? Wenn ich es wirklich ernst mit der Veränderung meine, dann kann ich doch von heute auf morgen damit beginnen. Frei nach dem Motto: „Was habe ich heute getan, was mich meinem Ziel einen Schritt näherbringt?“ oder „Wofür bin ich in einem Jahr glücklich schon heute damit begonnen zu haben?“

Was hat das nun mit Qualitätsmanagement zu tun?

Im Qualitätsmanagement sprechen wir davon, dass ein Ziel nach SMART gestaltet sein soll. SMART steht dabei als Akronym für spezifisch, messbar, attraktiv, realistisch und terminiert. Neujahrsvorsätze sind doch letzten Endes auch nur Ziele, die umgesetzt werden sollen. Die Vorsätze sollten Sie daher auch SMART formulieren: „2017 gehe ich zweimal die Woche eine halbe Stunde joggen“. Wenn Sie dann noch genau wissen WOZU Sie etwas machen oder etwas nicht mehr machen sollen haben Sie auch die nötige Motivation zur Einhaltung ihres Ziels parat. Beispielsweise: „Ich rauche 2017 nur noch 5 Zigaretten täglich, damit ich mit meinem Sohn im Garten Fußballspielen kann ohne Atemnot zu leiden!“

Weiters fordern wir im Qualitätsmanagement, dass diese Ziele schriftlich dokumentiert und kommuniziert werden. Dies soll dazu führen, dass eine transparente Darstellung der Zielerfüllung und ein Erfolgscontrolling möglich sind sowie durch die Kommunikation eine gewisse Verbindlichkeit entsteht und alle im Team an einem Strang ziehen. Übertragen Sie das auf die eigenen Ziele: Schreiben Sie auf, was Sie erreichen wollen und teilen Sie es ihrer Familie und ihren Freunden mit. Somit steigt die Verbindlichkeit, aber vor allem können die anderen Sie in ihrem Ziel unterstützen.

Abseits dieser großen Zielsetzungen können Sie sich auch unter dem Jahr überlegen, ob sie es nicht auch mal mit kontinuierlicher Verbesserung in kleinen Schritten anstatt mit Innovation und radikalem Wandel versuchen wollen. Neujahrsvorsätze sind letzten Endes Innovationen für Sie, denn Sie übernehmen eine neuartige Handlungsweise für ihr Leben. Innovationen haben jedoch an sich, dass sie durch ihre Neuartigkeit und die Komplexität der Veränderung ein hohes Risiko zu Scheitern in sich bergen. Kontinuierliche Verbesserung hingegen reduziert dieses Risiko dadurch, dass die Veränderung und Neuheit an Radikalität verliert und somit sanfter in bestehende Handlungsweisen einfließen kann. Übertragen auf die Neujahrsvorsätze würde das bedeuten, dass Sie doch schon unter dem Jahr mit kleinen Veränderungen beginnen können und sich langsam zu ihrem Ziel vorarbeiten können. Dann fällt die Gewöhnung leichter und das Risiko zu Scheitern ist geringer.

Zusammengefasst lässt sich alles auf drei Aspekte des Qualitätsmanagements reduzieren:

  1. Formulieren Sie ihre Ziele SMART und überprüfen Sie den Erfolg regelmäßig!
  2. Schreiben Sie die Ziele auf und teilen Sie sie anderen Personen in ihrem Umfeld mit!
  3. Kontinuierliche Verbesserung beinhaltet weniger Risiko zu scheitern als Innovationen!

Wie Sie es auch handhaben wollen: Viel Erfolg bei der Umsetzung und einen guten Start in ein erfolgreiches Jahr!

 

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